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Dauer-Verdauer

"Verdaust du noch oder lebst du schon?", fragte ich spasseshalber meinen Mann nach dem Mittagessen.

"Jaha, ich verdaue noch und soeben habe ich genascht, damit ich weiter verdaue", rief er lachend.

"Aha, dann bist du sozusagen ein Dauer-Verdauer", blödelte ich weiter.

"Weisst du was, du hast mir soeben Stoff für einen Blogie geliefert. Der Dauer-Verdauer!"

"Iss nur, wenn du Hunger hast", diesen Satz haben wir alle schon mehrfach gehört. In einem intakten menschlichen System ist Hunger ein deutliches Zeichen dafür, dass dem Körper Vitalstoffe zugeführt werden sollten. 

Wir leben in einem Nahrungsüberfluss. Wir geben viel zu oft, aufgrund von viel zu vielen kleinen und grossen Mahlzeiten, uns gar nicht mehr die Chance hungrig zu werden. Viele von uns hecheln den ganzen Tag ihrem Blutzuckerspiegel hinterher und leiden unter falschem Hunger.

Sei kein Dauer-Verdauer

Was können wir konkret tun, um wieder einmal Hunger zu haben?

 

Unterbrechen wir unsere Essens-Routine. Lassen wir für eine Zeit einfach mal die Naschereien und Zwischenmahlzeiten weg. Unterstützen unseren Körper, indem wir ihm Verdauungspausen gönnen. Nicht zuträglich für die Gesundheit ist eine 24 Stunden Esskultur.

Gönnen wir unserem Verdauungssystem mindestens nach den frühen Abendessen bis zum Frühstück eine komplette Pause.

Je nach Lebenslage und Gesundheit setzen wir mit dem Sanften Fasten ein und fahren weiter mit dem Intervallfasten 16:8.   Siehe auch den Blogie Clever gematcht.

Fasten besitzt ein enormes Heilpotential

"Es gibt meines Wissens keine andere medizinische Massnahme, die so breit und zuverlässig wirkt", so Andreas Michalsen, Professor für integrative Medizin in Berlin und Deutschlands renommiertester Fastenforscher. Dabei geht es nicht etwa um ein teures Wundermittel, mit Milliardenaufwand von Pharmakonzernen entwickelt. Im Gegenteil: Michalsen spricht von den positiven Folgen des Fastens.

Vor allem im Kampf gegen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder das Reizdarmsyndrom sei es "ein wahres Zaubermittel", so der Professor. Gemeinsam mit internationalen Wissenschaftler versucht Michalsen, die Biologie des Hungerns genauer zu verstehen, seine geheimnisvolle Wirkweise zu entschlüsseln - mit teils verblüffenden Einsichten:

  • Während der Auszeit vom Essen arbeitet im Körper ein raffiniertes Reparatur- und Recyclingsystem, das den Leib pflegt und verjüngt.
  • Vom Nahrungsverzicht profitiert auch der Darm. Sonst immer in Aktion, nutzt das Verdauungsorgan die Essenspause offenbar zu einer gründlichen Reinigung, ja Instandsetzung.
  • Nicht nur tagelanger Verzicht, bereits regelmässige Essenspausen von mindestens zwölf Stunden Dauer wirken heilsam auf den Organismus.
  • Und wer anstelle der Kalorien, die Stunden zählt, in denen er isst, lebt nicht nur gesünder, sondern scheint auch effektiv und nachhaltig abnehmen können.

Andreas Michalsen ist sich sicher: "Heilfasten ist ein Appell an die Selbstheilungskräfte des Körpers, ein Reset-Knopf für unseren Organismus.

Unsere Erfahrung mit dem Sanften Fasten ist, dass das Sanfte Fasten eine stärkende und kurierende Wirkung hat, die unser physisches und psychisches Wohlergehen fördert. Bleiben wir dran und gesund.