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Lästige Gase

Winde sind nicht nur lästig, sondern oft auch peinlich. Gewusst, dass wir täglich durchschnittlich 14-mal Darmwinde ablassen? Interessant ist, knapp 200 Milliliter Gase befinden sich im Verdauungstrakt und rund 650 Milliliter werden pro Tag ausgestossen. Ein gutes Viertel ist verschluckte Luft, doch der überwiegende Teil wird durch Darmbakterien erzeugt, die je nach Nahrung und deren Zersetzung unterschiedliche Gase produzieren.

Schwefel

Vor allem Cystein, eine schwefelhaltige Aminosäure, die in proteinreichen Lebensmitteln wie etwa Milchprodukten, Fleisch und Eiern in grösserer Konzentration vorkommt, ist dabei für die unangenehme Geruchsbildung verantwortlich.

Mikrobiom

Bei einer Studie zeigte sich, dass das Mikrobiom von Probanden, die ihre Blähungen als unangenehm empfanden, sich von dem anderer Menschen unterschied: Die Bakterienzusammensetzung zeigte ein Ungleichgewicht, und bestimmte Arten waren häufiger vertreten.

Gasproduzenten

Grundsätzlich aber bestimmt unsere Nahrung darüber, wie viele Gase entstehen.

Besonders blähungsfördernd gelten Bohnen, Erbsen, Blumen- und Rosenkohl, Brokkoli, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch, Mais, Weizen- und Milchprodukte.

Auf diese Lebensmittel verzichten oder sie reduzieren, hilft Blähungen zu vermeiden. 

Gut gekaut ist halb verdaut

Weniger hastig essen verhilft weniger Luft zu schlucken.

Gründliches Kauen verdaut vor, durch die Enzyme im Speichel. Die Vorverdauung führt dazu, dass die Nahrung kürzer im Magen und Darm verweilt und alleine dadurch werden weniger Gase produziert.

Siehe dazu auch unser Blogie Mahlzeit

Auch Heilpflanzen helfen lindern

Wegen ihrer beruhigenden ätherischen Öle sind die Früchte des Fenchels als natürliches Heilmittel gegen Blähungen geschätzt. Auch Anis, Kümmel, Gelbwurz, Kamille, Löwenzahn, Pfefferminze, Dillsamen und Ingwer können Abhilfe schaffen.

Sanftes Fasten

Wer unter lästigen Blähungen leidet, kann sich auch durch das sanfte Fasten Linderung verschaffen. Natürlich nicht von null auf hundert. Doch insgesamt nimmt das Sanfte Fasten positiv Einfluss auf das Mikrobiom. Und wir lassen Alkohol, Fleisch und Milchprodukten, die für mächtig "vergaste Bäuche" sorgen, aussen vor und ermöglichen uns neue Gewohnheiten.