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Das mit dem Schwimmen, wahr oder unwahr?

Manche Annahmen zum Wohlergehen von Magen und Darm erscheinen uns wie gesichertes Allgemeinwissen. Gängige Irrtümer und Missverständnisse - und was wirklich dahinter steckt.

Schwimmen nach dem Essen ist lebensgefährlich

Manche Menschen warten im Schwimmbad längere Zeit, ehe sie sich nach Essen wieder ins Wasser trauen. Auch die Baderegeln empfehlen, niemals mit vollem Magen ins Wasser gehen.

Ursprünglich vermuteten Biologen, dass sich nach dem Essen ein Grossteil des Blutes im Verdauungstrakt befinde und damit weniger Sauerstoff fürs Gehirn und die Muskeln in Armen und Beinen übrig bleibe. Die Folge seien Kreislaufprobleme, Krämpfe und Seitenstechen und eine erhöhte Gefahr zu ertrinken.

Diese Ansicht gilt allerdings als weitgehend überholt. Der Körper hat in der Regel genug Blut, um alles zu versorgen. Lediglich der Wasserdruck kann dazu beitragen, dass das Völlegefühl im Magen für vermehrte Unbehaglichkeit sorgt. Das lässt sich vermeiden, indem man wenig oder am besten nur schnell Verdauliches isst. Mit ganz leerem Magen ins Wasser gehen sollte man jedenfalls nicht, um nicht zu unterzuckern.

Wer körperlich gesund ist, seine Leistungsfähigkeit realistisch einschätzt und darauf achtet, langsam ins Wasser zu gehen und sich in Ufernähe aufzuhalten, kann unbesorgt auch nach dem Essen schwimmen gehen.

Quelle: GEO WISSEN - Gesundheit Nr. 12 2019

 

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