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Ein Hoch auf Abstinenz?

Zivilisationskrankheiten haben auch mit Ernährung zu tun. Längst ist bekannt, dass wir im Überfluss leben.

Das Doofe ist, dass wir vor lauter Überangebot nicht mehr wählen, sondern es „SUCHT“ uns. Dumm nur, dass wir nicht mehr selbstverständ-lich auf unseren Körper hören, ihn fühlen und ihm Gutes tun.

Geschmacksverstärker

Das Geschmacksempfinden bei Kindern hat sich drastisch verändert. Eine selbst hergestellte Gemüsesuppe, ohne Geschmacksverstärker, kommt bei vielen Kids nicht gut an. Doch wir können uns gleich selber an der Nase nehmen. Wer gewohnt ist viel auswärts zu essen verwechselt oft Geschmack mit Salz.

Wir wissen aus Erfahrung wie Gemüse nach ein paar salzfreien Tagen wieder schmecken kann. Damit ist nicht gemeint, dass wir künftig auf Salz verzichten sollen, das wäre nicht gut. Es geht um den sinnvollen Umgang und Einsatz, zumal in beinahe allen hergestellten Nahrungsmitteln Salz mit drin ist.

Ein süss-fettes Experiment

Eineiige Zwillinge führten ein Experiment durch. Der eine ass zwei Wochen überwiegend Fettes und der andere überwiegend Zucker. Sie wollten herausfinden, was für den Körper schädlicher wäre. Natürlich wurden sie von Ärzten begleitet und ihre Werte überprüft. Verblüfft über das Resultat waren allesamt. Es kam heraus, dass die Werte sich nicht so signifikant veränderten, wie sie erwartet hatten.

Und so ging es weiter mit dem Experiment. Menschen durften sich verschiede Donuts aussuchen und die meisten wählten die „Fettesten“ aus. Sie seien die Besten. Die meisten bevorzugen Fett und Zucker als Kombi, wie Schokolade oder Gebackenes und ähnliches. Und da wandern die Werte deutlich nach oben.

 

Diese Kombination finden wir nirgends in der Natur. Diese Nahrung ist nicht natürlich und unser Körper reagiert entsprechend mit überhöhten Werten.

Bringt Verzicht Bereicherung?

Gar verzichten? Ein Trugschluss. Verzichten impliziert Stress und wir greifen noch mehr danach. Somit wäre geklärt kein Hoch auf Abstinenz.
Es geht nicht um entweder oder, sondern um einen vernünftigen Umgang und Alternativen.