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Gewöhnlich ungewöhnlich

Gewohnheiten bestimmen unseren Alltag. Gute und weniger gute, manchmal sogar ziemlich störende. Automatismen machen sich breit. Dagegen spricht nichts, ausser sie sind uns nicht dienlich oder wir sind uns nicht bewusst, dass sie längst überholt sind.

 

"Die Macht der Gewohnheit ist die Gewöhnlichste, aber auch gefährlichste Form der Macht."

Gerhard Uhlenbruck

Die Macht der Gewohnheit

Alle Menschen denken und fühlen.

Nur wenige denken jedoch über die Bedeutung Ihrer Gedanken und Gefühle nach. Dabei haben sie einen entscheidenden Einfluss auf alle Lebensbereiche.

Unsere Gedanken setzen Kräfte in Bewegung, die eine (grosse) Wirkung ausüben.  

Gedanken lösen Gefühle aus und Gefühle lösen Gedanken aus und diese sind es, die die Wirkung hervorbringen.

Die Macht der Gewohnheiten beherrscht unser Denken, Handeln und Fühlen.

 

Dass wir beim Zähneputzen uns nicht mehr überlegen müssen, was wir dazu alles brauchen und wie wir es ausführen, ist angenehm. Wenn wir allerdings die immer gleichen (gewohnten) Probleme lösen wollen, sind die immer gleichen (gewohnten) Gedankengänge nicht weiterführend und landen in den bekannten Sackgassen oder mindestens in den gleichen Problemen wieder. Gewohnheiten und neue Ideen, schwierig.

"Nichts ist mächtiger als die Gewohnheit." Ovid, Liebeskunst

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

 "Zwei ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermassen: die Gewohnheit und  das Neue."

Jean de la Bruyère

Gewohntes erfordert wenig Aufmerksamkeit. Die zwei Seiten der Medaille, wir sparen Aufwand  und Zeit und andererseits vergeben wir Lebendigkeit.

Das Sanfte Fasten bietet an, die Aufmerksamkeit zu üben.

 

Beispielsweise üben wir uns im bewussten Kauen. Kein Würgen, kein Hinunterschlingen, kein Zeitdruck. Wir nehmen uns Zeit zum Kauen. 

Gut gekaut – ist halb verdaut!

 

Wir üben uns mit unseren Sinnen aufmerksam zu sein.

Wir sehen, riechen, schmecken, fühlen und hören.

Den Moment des Genusses sinnlich erleben.

Form, Farbe, Geschmack, Konsistenz, Temperatur, Vielfalt, Komposition und Ungewohntes bereichern unsere Erneuerung.

Wir unterbrechen unsere Essens-Routine und öffnen uns neuen Eindrücken. Jenseits von Gewohnheiten und Konditionierungen, empfinden wir es, als eine willkommene Gelegenheit uns neu auszurichten, ohne uns anzustrengen. Es geschieht einfach und meistens verbleibt eine neue, gute Gewohnheit. Ungewöhnlich gewöhnlich. Essgewöhnlich!