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Der Bär ist los...                                                                                                      ...einfach bärenstark

Natürlich geht es nicht um den Bären sondern um seine Leibspeise im Frühling.

Bärlauch gehört zu den kräftigen Bärenpflanzen. Bärlauch ist eine solche Frühlingspflanze mit Bärenstärke, daher fressen Bären viel vom Bärlauch, um nach dem langen Winterschlaf wieder zu Kräften zu kommen. Und so schenkt er auch uns seine Kraft, wenn wir ihn im Frühjahr ernten und verzehren.

Besondere Inhaltsstoffe          

Allicin, ätherisches Öl, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Schleimstoffe, Selen, Senfölglykoside, Vitamin C.

 

Eigenschaften

Anregend, antibakteriell, appetitanregend, blutreinigend, cholesterinsenkend, durchblutungsfördernd, entgiftend, entzündungshemmend, kräftigend, krampflösend, tonisierend, verdauungsanregend.

 

Heilende Anwendungen

Zur Heilanwendung werden kurmäßig für 4-6 Wochen täglich etwa eine Handvoll frischer Bärlauchblätter gegessen.

 

Er war bei den Germanen, Kelten und auch den Römern als Heilpflanze bekannt.

Für Pfarrer Künzle war Bärlauch die Pflanze mit den wirksamsten Kräften zur Reinigung von Magen, Darm und Blut. Seiner stark blutreinigenden Eigenschaft verdanken wir die heilende Wirkung bei chronischen Hautausschlägen und Flechten, da er die Ursache von innen her bekämpft.

 

Bärlauch wehrt ungewollte Darmbakterien ab, ohne den nützlichen zu schaden. Ein Ungleichgewicht in der Darmflora, etwa durch Medikamente wie Antibiotika, wird durch Bärlauch wieder ausgeglichen. Auch wird die Darmflora bei Einnahme von Bärlauch gegen Parasiten gestärkt.

 

Weitere Anwendungsgebiete sind Arterienverkalkung und Bluthochdruck. Zur Unterstützung kann neben frischen Bärlauchblättern auch eine Bärlauchtinktur eingenommen werden.

 

Dieses Lauchkraut wirkt zudem durch seinen hohen Gehalt an Senfölglykosiden appetitanregend und stimulierend auf die Verdauungssäfte.

 

Tinktur

Eine Bärlauch-Tinktur eignet sich zur Darmsanierung, bei Bluthochdruck und Arterienverkalkung als Jahresvorrat. Frische Bärlauchblätter schneiden und in ein Schraubglas geben, mit 45-prozentigem Alkohol auffüllen und drei Wochen verschlossen ziehen lassen. Ab und zu schütteln, dann abseihen und in einer dunklen Tropfflasche verwahren.

Kulinarik

Während dem Fasten verwenden wir den Bärlauch wie Knoblauch. Zum Würzen mit anderen Kräutern oder als Öl. Ausserhalb des Fastens gibt es noch weitere unzählige Möglichkeiten.

 

Dieses tolle Kraut hat nur eine kurze Saison von Mitte März bis Mitte Mai, in welcher die Blätter geerntet werden. Danach geht Bärlauch in die Blüten und Samenbildung über.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, frische Bärlauchblätter zuzubereiten:

  • Als Suppe, pur oder gemeinsam mit anderen Wildkräutern
  • Im Salat, fein geschnitten zu Gemüse-, Nudel- oder Blattsalaten
  • Als Gewürz in Kräuterquark, Kräuterbutter und allen Gerichten, zu denen auch Knoblauch passt
  • Wie Spinat, auch gemischt mit Brennnesseln und Giersch
  • Zur Bereitung von köstlichen Pastasaucen

 

Durch Kochen verliert Bärlauch seinen strengen Geschmack und wird etwas milder.

 

Da Bärlauch beim Trocknen alle seine Kräfte verliert, ist er als Trockengewürz nicht geeignet.

Zum Haltbarmachen eignen sich Pesto, Ölpasten oder Würzöl mit Bärlauch.

Tiefgefroren als ganze Blätter oder geschnitten sind sie in der Küche vielfältig einsetzbar.

 

Die Blüten eignen sich zur Beigabe in Salate, Kräuterquark oder als hübsche Dekoration.

 

Noch unreife, grüne Bärlauchsamen können frisch wie grüner Pfeffer verwendet werden.

Ausgereifte Samen werden getrocknet und vermahlen, sie würzen ähnlich wie Pfeffer.

 

 

Bärlauch-Würzöl

Bärlauch-Würzöl ist eine feine Zutat für Salate und Pastagerichte.

 

Für das Würzöl werden Bärlauchblätter fein geschnitten, schichtweise in ein Schraubglas gegeben und mit einem hochwertigen Öl übergossen, sodass am Schluss alle Blätter in Öl liegen. Täglich schütteln und bei Zimmertemperatur an einem eher dunklen Ort 20 Tage reifen lassen. Anschließend abseihen und im Kühlschrank verwahren.

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